Anbau von Kaffee

Kaffeepflanze

Kaffee gehört zu den meist konsumierten Getränken der Welt und ist das zweit wertvollste Exportprodukt, welches von Ländern der Dritten Welt vertrieben wird. So trinkt jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 2 Tassen Kaffee pro Tag. Damit liegen wir im Ländervergleich des Pro-Kopf-Verbrauchs hinter Schweden auf Platz 7. Den mit Abstand höchsten Verbrauch mit ca. 3,6 Tassen pro Kopf und Tag beanspruchen die Finnen.

 

Doch wo kommt unser Kaffee, wie wir ihn als Endverbraucher täglich konsumieren, eigentlich her?

 

Kaffee wächst rund und um den Erdball, insbesondere in Südamerika, Indonesien und Indien. Als Richtgrößen gelten der 20. Breitengrad nördlicher und der 20. Breitengrad südlicher Breite, innerhalb derer ein landwirtschaftlicher Anbau von Kaffee möglich ist. Je nach Land und Anbaugebiet verlaufen Anbau, Ernte und Aufbereitung der Bohnen sehr unterschiedlich, so ist auch die Qualität der diversen angebotenen Sorten auf dem Weltmarkt sehr verschieden.

 

Bei der Qualität der Sorten unterscheidet man zwischen 4 Arten von Kaffeebohnen:

  • Arabica
  • Robusta
  • Liberica
  • Excelsa

wobei den beiden letzteren eine eher geringe Bedeutung auf dem Kaffeemarkt zukommt und sie als Exoten einzustufen sind.

 

Etwa 60% des weltweit produzierten Kaffees stammt aus der Arabicabohne. Der Arabicakaffee wird auch Bergkaffee oder Javakaffee genannt, wächst als Strauch oder Baum und erreicht eine Wuchshöhe von ca. 5 Metern. Diese Kaffeepflanze ist zwar nicht so widerstandsfähig wie die Robusta, aber wegen ihrer besseren Verträglichkeit und des milden Aromas die beliebteste unter den Kaffeetrinkern.

 

Ganz wesentlich ist auch der Unterschied im Koffeingehalt der beiden Bohnenarten. Herzschonender ist hier die Arabicabohne mit einem Koffeingehalt zwischen 1,1 und 1,7%. Dafür ist die Robustabohne der bessere Wachmacher: 2 bis 4,5% Koffeingehalt sind nicht zu verachten.

 

Die Robustabohne hat ca. 36% Anteil an der Weltproduktion und unterscheidet sich optisch von der Arabicabohne durch kleinere, rundere Bohnen mit einem geraden Einschnitt. Von Plantagenbetreibern wird diese Sorte wegen ihrer hohen Widerstandsfähigkeit und der geringeren Reifezeit hoch geschätzt.

 

Egal ob Robusta oder Arabica, Kaffeepflanzen benötigen ein mildes Klima (Arabica 15 - 24°C, Robusta 18 - 29°C) mit sehr viel Regen einerseits und sehr viel Sonne andererseits. Wobei insbesondere die Arabica-Pflanze keine direkte Sonneneinstrahlung verträgt, was häufig die Anpflanzung unter Bäumen notwendig macht. Eines darf darüber hinaus nie eintreten – Frost. Er ist tödlich für beide Arten von Kaffeepflanzen. Bereits eine einzige Frostnacht während der Blüte vernichtet die gesamte Ernte. Für Frost ist übrigens der ansonsten hartnäckigere Robusta anfälliger als der Arabica.

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